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Sächsisch-Thüringischer
Zuckerrübenanbauer e.V. 01.04.2012

Verbandsgebiet

Das Verbandsgebiet erstreckt sich über die beiden Freistaaten Sachsen und Thüringen und die südlichen Landkreise der Länder Sachsen-Anhalt und Brandenburg.

Verbandsgebiet VSTZ

Im Freistaat Sachsen bauen mehr als 500 Agrarbetriebe auf einer Ackerfläche von fast 15.000 Hektar Zuckerrüben an. Besondere Bedeutung hat der Zuckerrübenanbau in den Landkreisen Nordsachsen, Leipziger Land, Mittelsachsen und Meißen. Seit Schließung der Zuckerfabrik Löbau im Jahr 2002 verfügt Sachsen über keine Zuckerfabrik mehr. Die Rüben aus Ost- und Mittelsachsen werden seitdem in der benachbarten Zuckerfabrik Brottewitz (Brandenburg), die Rüben aus Westsachsen in der Zuckerfabrik Zeitz (Sachsen-Anhalt) verarbeitet.

Auf über 9.000 Hektar Ackerfläche bauen im Freistaat Thüringen etwa 300 Landwirte Zuckerrüben, vorwiegend in Nord- und Ostthüringen, an. Zu den Landkreisen mit stärkerem Zuckerrübenanbau gehören Sömmerda, Altenburger und Weimarer Land. In Straußfurt wurde 1996 auch in Thüringen die letzte Zuckerfabrik stillgelegt. Die erzeugten Zuckerrüben werden in die Zuckerfabrik Zeitz (Sachsen-Anhalt) geliefert.

In Sachsen-Anhalt arbeiten heute drei moderne, leistungsstarke Zuckerfabriken. Somit hat hier der Zuckerrübenanbau mit etwa 50.000 Hektar Anbaufläche eine größere Bedeutung.
Mehr als 150 Agrarbetriebe im Süden des Bundeslandes produzieren innerhalb des Verbandsgebiets auf etwa 6.000 Hektar Ackerfläche, vorwiegend im Burgenlandkreis und im südlichen Saalekreis, Zuckerrüben für die Zuckerfabrik Zeitz (Burgenlandkreis). Die Zeitzer Zuckerfabrik wurde 1993 als Ersatz für die 1858 gebaute alte Fabrik in Betrieb genommen und beliefert, neben der Zuckerherstellung, die benachbarte Bioethanolanlage mit Zuckerrübendicksaft.

Standortbedingt bauen im südlichen Brandenburg nur etwa 15 Agrarbetriebe rund 400 Hektar Zuckerrüben an. Diese werden gemeinsam mit dem Großteil der Zuckerrüben von Landwirten aus Ost- und Mittelsachsen in der einzigen Brandenburger Zuckerfabrik in Brottewitz (Elbe-Elster-Kreis) verarbeitet. Diese seit 1873 bestehende Fabrik an der Elbe wurde in den zurückliegenden Jahren stark modernisiert und sichert den künftigen Zuckerrübenanbau nicht nur in Brandenburg, sondern hauptsächlich in vielen Teilen Sachsens.